Als ob die Nacht nicht schon lang genug gewesen wäre, machen sich Emilio, Gabe und Sam auf den Weg zum Lone Pine Motel, um zu sehen, was es mit Zimmer 13 auf sich hat.
Das Motel liegt stumm und dunkel da. Emilio schaut an der Rezeption nach – das Licht brennt, aber niemand ist dort. Er ergattert einen roten Plastikbecher mit lauwarmem Kaffee und den Schlüssel für Zimmer 13.
Währenddessen hat sich Gabe an der Tür zu schaffen gemacht, nachdem er bemerkt hatte, dass das Fenster von innen vernagelt ist. Unter der Abdeckung des Türknaufs findet er tatsächlich ein Schlüsselloch.
Dann hören sie Schritte auf dem Parkplatz – Emilio kommt zurück, den Schlüssel schwingend.
Sie betreten das Zimmer. Die Luft ist ROT und schwer, und es ist totenstill. Die Welt draußen scheint von diesem roten Raum losgelöst zu sein.
Gabe findet eine alte FBI-Akte. Zahlreiche Menschen scheinen in der Gegend um Redfield verschwunden zu sein. Die Fälle reichen bis 1910 zurück.
Sam und Emilio fällt das viel zu große Bild über dem Bett auf. Eine dicke rote Flüssigkeit tropft vom Rahmen herab. Sie nehmen das Bild herunter – und der Schock fährt ihnen durch Mark und Bein.
In kruden Pinselstrichen ist ihr persönlicher Abgrund an die Wand gemalt.
Dann wird es plötzlich dunkel.
Gabes Taschenlampe spendet etwas Licht, doch die Dunkelheit um sie herum scheint eine plastische Qualität zu haben. Ein furchtbares Geräusch erfüllt den ganzen Raum.
Etwas ist im Badezimmer.
Sie hasten durch die Tür nach draußen – und stehen ROT im Wald.
Sam erkennt den Baum und das Symbol, das in ihn geritzt ist. Das Symbol fühlt sich nach Sicherheit ROT an. Doch andere haben es verkürzt, entfremdet, verstümmelt.
Dann die Stimme.
Eine Warnung:
Werdet nicht sein Zeuge.
ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT ROT
Dann ein Schuss.
Mona sackt tot vor ihnen zusammen.
Was ist passiert? Und wie sind sie in Cass’ dunklen SUV gekommen?
Mit Hilfe eines Nachtsichtgeräts rast sie durch die Nacht, bis sie an einer Hütte mitten im Wald ankommen.
Cass ist schockiert. Wenn Brady Redfield zum Opfer gefallen ist, dann muss das, womit sie es zu tun haben, mächtig sein. Er war der Mann, der ihr alles beigebracht hat, was sie heute weiß.
Cass muss noch etwas mit Emilio besprechen.
Doch sie müssen zurückkehren. Keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Die Nacht ist kurz.
Weston besucht Gabe zuhause, der danach aufs Revier fährt und dort zwei Indianer vorfindet. Nichts Besonderes.
Baines’ Akte gibt Einblicke in den Geist eines verwirrten Mannes, der die Wahrheit unter der Bibliothek gesucht hat.
Später treffen sie sich im Nowhere.
Emilio kann Vito überzeugen, dass es für alle am besten ist, wenn sie wieder gehen.
Und das tut er auch.
Draußen passiert etwas, das nicht sein kann.
Mona läuft vorbei.
Gabe sieht es auch.
Natürlich rufen sie sie an.
Und Mona kommt.
Doch etwas stimmt nicht.
Dann bringen sie sie um. Schon wieder.
Und stellen fest, dass sie nichts weiter ist als ein Hautsack, gefüllt mit Ungeziefer.
Was für ein Tag.
Schon wieder.