Chris packt gerade sein Equipment zusammen, während Gabe noch damit beschäftigt ist, das Video zu verdauen. Als ordentlicher Kleinstadtpolizist macht er sich anschließend auf den Weg ins Nowhere, um die Details seiner Ermittlungen mit seinen Freunden zu teilen.

Gabe ist gerade dabei, Sam auf den aktuellen Stand zu bringen, als zwei seltsame Gestalten den Laden betreten. Ein kleiner, untersetzter Kerl Ende vierzig mit spärlicher Restbehaarung und grellem Hemd läuft fröhlich plaudernd voraus. Hinter ihm folgt ein wortkarger Riese in glatter schwarzer Lederjacke, mit vollem schwarzen Haar, durchzogen von ersten grauen Strähnen. Es sind Vito und Sal, und sie sind auf der Suche nach Emilio. Als Sam ihnen sagt, dass sie nicht weiß, wo er ist, beschließen sie, im Nowhere zu warten.

Kurz darauf fällt Sam fast der Zahnstocher aus dem Mund. Sie erkennt den Wagen, der gerade vor dem Nowhere parkt. Es ist Mia Starry, die Besitzerin des Blue Nowhere und Sams Boss. Als sie den Laden betritt, wird klar, dass ihr Glamour nur schwer mit einem Nest wie Redfield vereinbar ist. Sie fischt eine Zigarette aus ihrem silbernen Etui und lässt sich von Sam auf den Stand der Dinge bringen. Gabe hätte Mia vermutlich für einen verdammt attraktiven Zahn der reiferen Sorte gehalten, wenn ihn die Gedanken an Lori nicht so beschäftigt hätten.

Direkt hinter Mias Mercedes hält ein schwarzer Van. Zwei Männer mit ernsten Gesichtern und dunklen Overalls schleppen schwere Duffel Bags am Tresen vorbei in den Keller — ein Bereich, zu dem Sam nur über eine von zwei Türen Zugang hat.

So plötzlich wie Mia erschienen ist, verschwindet sie auch wieder. Sam ruft Max an, damit sie den Laden schmeißt, während sie sich mit Gabe auf die Suche nach Emilio macht. Sie finden ihn in Sams Apartment, wo er friedlich im Sessel schläft. Sam schickt ihn unter die Dusche, bevor er zu Vito und Sal ins Nowhere stoßen soll.

Währenddessen erhält Gabe über Funk die Info, dass Billy Reeds Mutter auf dem Revier war, um ihn vermisst zu melden. Der Chief konnte sie beruhigen und sagte ihr, sie solle am nächsten Tag wiederkommen, falls Billy bis dahin nicht wieder aufgetaucht sei.

Gabe und Sam machen sich daraufhin auf den Weg nach Stonebridge, um mit Billys Mutter zu sprechen. Sie ist besorgt, doch dass Billy für ein paar Nächte verschwindet, ist nicht völlig untypisch — vor allem seit er für die Santoros arbeitet und sich auf dem Gelände von First Class Salvage einen alten Schulbus zu einem Rückzugsort umgebaut hat.

Sie durchsuchen außerdem Billys Zimmer. Auf den ersten Blick erstaunlich frei von den sonst typischen Rollenspielnotizen. Doch hinter einem grasrauchmuffigen Mandala-Tuch werden sie fündig: An der Wand hinter dem Bett hat Billy allerlei Hinweise organisiert. Barry, Stillwater Circle, Blackbark Brotherhood und eine Tür mit einem kleinen Schild mit der Zahl 13 wecken ihr Interesse. Im Zentrum der wirren Hinweise ein schrecklich vertrautes Symbol — dasselbe, das der Verrückte aus der Bibliothek als blutende Wunde auf der Brust trug.

Eilig verlassen sie Billys Elternhaus. Ihr nächster Halt: First Class Salvage. Dort nimmt der Abend eine furchtbare Wendung.

Sie stehen vor einem verschlossenen Tor, an dem ein Schild vor einem Wachhund warnt. Gabe knackt das Schloss ohne Mühe. Sie machen sich auf die Suche nach dem Bus. Sam erklimmt beiläufig einen Turm aus demolierten Autos und erspäht den Bus am Rand des Geländes.

Kurz darauf stehen sie vor dem liebevoll renovierten Kadaver eines alten gelben Schulbusses. DETENTION KNIGHTS prangt in knallroter Sprühfarbe an der Seite. Die Tür ist unverschlossen. Drinnen sind sie beeindruckt, wie gemütlich Billy sich den Bus hergerichtet hat.

Beim Durchsuchen stoßen sie schnell auf einen Kleiderschrank. Die Hälfte wird von einem alten Ungetüm von Safe ausgefüllt. Gebrüder Hartmann Sicherheitsschränke GmbH steht in groben Lettern auf dem schweren Stahl. Sie öffnen ihn mit den Schlüsseln, die Gabe in Loris Leiche gefunden hatte. Im Safe liegt nur ein Objekt: ein abgegriffenes Lederbuch — Billys Rollenspielnotizen.

Sam blättert gerade darin. Billy hat begonnen, in einer Art Code oder Geheimsprache zu schreiben. Die späteren Einträge sind nicht mehr zu entziffern. Da hören sie plötzlich Schritte draußen. Kurz darauf Bellen. Ein Schuss. Ein kurzes Jaulen.

Der nächste Schuss trifft den Bus, gefolgt von der Aufforderung, den Bus zu verlassen. Sam erkennt die Stimme. Es ist „Bad Santa“, der Mann mit der erdolchten Schwalbe auf der Hand. Sam reißt einen Großteil der hinteren Seiten aus dem Buch, schließt den Rest wieder im Safe ein. Dann steigen sie zur Heckklappe aus und verlassen den Schrottplatz im Bleihagel — unwissend, ob es sich um Warnschüsse oder schlicht lausige Schützen handelt.

Sie kehren zu Gabes Cruiser zurück und tun das, was jeder normale Mensch in dieser Situation tun würde: Sie schnappen sich die Schrotflinte und zwei Kevlarwesten und kehren zum Schrottplatz zurück.

Vorsichtig tasten sie sich zum Bus vor. Vorbei an Butch, dem treudoofen Wachhund der Santoros, der tot in einer Lache seines eigenen Blutes liegt.

Ansonsten scheint der Schrottplatz verlassen. Gabe bleibt draußen und schickt Sam in den Bus. Meter für Meter arbeitet sie sich vor. Schließlich öffnet sie den Schrank in dem sich der Safe befindet.

Ihre Augen weiten sich.

Rotglühende Zahlen zählen von 7 herunter.

Sie rennt zur Tür und will Gabe warnen — doch dafür bleibt keine Zeit mehr. Die Druckwelle der Explosion erfasst sie. Die Landung ist alles andere als sanft. Gabe versucht gerade in Deckung zu gehen, als auch er von den Beinen gerissen wird.

Ein Feuerball steigt in den Himmel. Die Szenerie wird in grelles, heißes Licht getaucht, bevor Trümmerteile herabregnen.